Wanderwochenende am Diemelsteig
Das Wanderwochenende begann am 3. Oktober 2025 am Parkplatz Fährhaus an der Diemeltalsperre. Der 1923 fertig gestellte Stausee ist Teil des Bundeswasserstraßennetzes und reguliert unter anderem den Wasserstand der Weser. Die erste Etappe begann mit der Wanderung über die Sperrmauer. Danach ging es erst einmal ins Tal. Eine größere Steigung auf den 595 m hohen Eisenberg wärmte die Teilnehmer auf, bevor sie eine beeindruckende Aussicht auf den See genießen konnten. Der Diemelsteig präsentierte sich als vielseitiger Premiumweg mit gut sichtbaren Markierungen. Die Landschaft wechselte zwischen Feldern und Wäldern in herbstlicher Farbgebung, deren gelbe und braune Laubtöne stimmungsvoll wirkten.
Geologisch bot die Region Besonderheiten: Eisenerz, das vor Urzeiten durch Verwerfungen an die Oberfläche gelangte, prägte die Gegend. Das ehemalige Bergwerk Christiane war ein interessantes Ziel, das für Besucher heute geöffnet ist. Am sogenannten Martenberg, den Adorfklippen, wurde in Pingen bereits vor langer Zeit Eisenerz abgebaut. An dem hier vorhandenen Aufschluss konnte uraltes Gestein aus der Zeit vor 360 Millionen Jahren besichtigt werden.
Der erste Wandertag endete mit Kaffee und Kuchen in der Deele des Landgasthauses Hofmeister, anschließend erfolgte der Zimmerbezug im Gasthof "Zur Linde" mit späterem gemütlichen Abendessen.
Der zweite Tag startete regnerisch. Die Wanderung führte erneut durch Wälder und Felder, wobei ein Feuersalamander den Weg kreuzte und für kurzzeitige Freude sorgte. Ein Zwischenstopp in Flechtdorf in einer Bäckerei nutzte die Gruppe trotz durchnässter Regenkleidung für eine Pause. Erst auf den letzten Kilometern ließ der Regen nach, und gelegentlich kam sogar die Sonne durch die Wolken. Nachmittags wurde die Gruppe in Schweinsbühl vom Wirt abgeholt, wo das Abendessen und ein geselliger Kegelabend die Teilnehmer aufmunterten.
Am dritten Tag setzte sich die Wanderung ab Schweinsbühl fort, diesmal bei besserem Wetter ohne Regen. Die letzte Etappe von rund 23 Kilometern führte durch Dörfer und einzelne Bauernhöfe. Kuriose Begegnungen mit Truthähnen, die uns mit Kollern begrüßten, oder einer Kuhherde, die die Wandergruppe ein Stück begleitete, sorgten für amüsante Momente. Nach insgesamt etwa 62 Kilometern Gesamtstrecke und 1350 Höhenmetern war der Diemelsteig geschafft. Das Wochenende klang abends mit der Übergabe der Wanderurkunden und einem letzten gemütlichen Beisammensein aus.
Dank des Engagements von Hans-Jürgen Röseler ist der Diemelsteig erfolgreich erwandert worden.
Vielen Dank!
Kategorie:
Wandern
