Kleine Auszeit in Bleau
Bouldern in Fontainebleau 19. - 22.6.2025
Alter: 2 – 64 Jahre
Teilnehmer: 23
Klettergebiete: La Ségognole, Télégraphe, Petit Bois, Apremont Bizons, Rocher du Potala
Seit mehr als 20 Jahren fahren Detlef und ich in den Wald von Fontainebleau. Das riesige Waldgebiet liegt eine Autostunde südlich von Paris und ist mit einer Fläche von 22.000 Hektar eine wahre grüne Lunge. Das frühere Jagdschloss von Fontainebleau grenzt an den Wald. Das Waldgebiet ist durchzogen von kleinen Flüssen und pittoresken Dörfern. „Bleau“ ist die Geburtsstätte des Boulderns - seit den 1920er Jahren. Bei dieser Spielart des Kletterns wird an Blöcken ohne Seil auf Absprunghöhe geklettert.
Meine diesjährige Intention war es den wunderbaren Wald, die Gruppendynamik und eine kleine Auszeit auf dem schönen, parkähnlichen Campingplatz zu genießen. Bouldern stand in diesem Jahr gar nicht im Vordergrund und eigentlich wollte ich Wanderungen durch die bizarre Felsen-Wald-Landschaft unternehmen. Doch es lief anders als gedacht.
Unser erster Klettertag ging zu dem Gebiet La Ségognole. Da es sehr heiß war, entschied ich in den kühlen Wald mitzufahren und den „Neulingen“ etwas über das Bouldern in Bleau zu vermitteln. Wir verwenden in Bleau bewusst kein Chalk (Magnesia-Spuren haben im Wald nichts zu suchen), Blöcke sind farbig markiert, nummeriert und einen Blick auf das Absprunggelände schadet nie. Nach unserem Mittags-Picknick war ich so entspannt, dass ich im Schatten der Esskastanien-Bäume einschlief und mich danach sehr erholt fühlte.
Am Freitag ging es zum Télégraphe-Gebiet. Im unteren Bereich leichte Boulder, schattig gelegen, ideal für einen weiteren sehr warmen Tag. Das Klettergebiet bietet auch mittelschwere Boulder, die sich an einen großen Hügel schmiegen und sich entlang eines schönen GR-Wanderweges mit großartiger Aussicht befinden. Auch hier fand ich ein schönes Laubdach von Birken und Stieleichen.
Das Gebiet Petit Bois ist super schattig und so konnten wir den heißen Samstag gut verbringen. Tolle Boulder, eine großartige Kletterei und griffiger Sandstein mit sehr guter Reibung.
Bei heißen Temperaturen hält das Gummi der Kletterschuhe nur schlecht am Fels. In Petit Bois war das kein Problem.
Am Sonntag ging es in das Klettergebiet Apremont Bizon. Dieses Klettergebiet hatten wir schon lange nicht mehr besucht. Der Wald um dieses Gebiet ist durchzogen von breiten Wanderwegen, die fast wie Alleen wirken. Es sind viele Spaziergänger unterwegs, doch in den Bouldergebieten verlieren sich die Menschen.
Für die meisten Teilnehmer endete die Reise am Sonntag, doch wir durften noch einen Tag bleiben und in einer ganz kleinen Gruppe den Tag in Rocher du Potala genießen.
Die Teilnehmerzahl für die Fahrt nach Fontainebleau ist mit 23 Teilnehmern hoch, doch es ist in Bleau so entspannt, dass die Gruppengröße sehr angenehm ist.
Für mich kann ich sagen: ein Tag in Bleau ist wie eine Woche Urlaub. Der königliche Wald von Fontainebleau ist immer wieder schön.
Kategorie:
Klettern
